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Aspekt Akzeptanz

Folgende Artikel, Fragen (FAQ) und Links haben wir zu dem Aspekt Akzeptanz veröffentlicht. Wir haben sie unterteilt in die Bereiche

Ferner finden Sie

Da ein Artikel durchaus mehrere Aspekte behandeln kann, können Artikel unter mehreren Aspekten gelistet sein. Artikel müssen jedoch nicht alle Aspekte behandeln.

Übergeordnetes

Burgherr
Dr. P. Burgherr
Burgherr
Dr. S. Hirschberg

In welchem Umfang sind im Energiebereich während der letzten 30 Jahre schwere Unfälle aufgetreten?

Eines der Kriterien für die Nachhaltigkeit von Energiesystemen ist die Risikoarmut. Sie kann anhand des Auftretens schwerer Unfälle in der Vergangenheit oder, soweit das nicht möglich ist, anhand von Modellrechnungen bemessen werden. Als „schwere Unfälle“ gelten solche, bei denen mindestens eine der folgenden Konsequenzen zu verzeichnen war: 5 Todesfälle – 10 Verletzte – 200 Evakuierte – umfassendes regionales Verbot zum Verzehr von Lebensmitteln – Freisetzung von mehr als 10.000 t Kohlenwasserstoffen – erforderliche Reinigung einer Land- oder Wasserfläche von mindestens 25 km2 – ökonomische Schäden von mindestens 5 Millionen US-Dollar. … mehr

Markus Zink
M. Zink

Laufzeitverlängerungen deutscher Kernkraftwerke –
Wie lange können Kernkraftwerke sicher betrieben werden?

Hintergrund der öffentlichen Diskussion um die Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke ist der so genannte „Atomkonsens“. Durch diese Vereinbarung wurden die Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke limitiert, indem die noch zu produzierenden Strommengen festgesetzt wurden. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die deutschen Kernkraftwerke nicht auch über diese vereinbarte Restlaufzeit hinaus sicher betrieben werden könnten. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Welche Umweltprobleme der Energieversorgung sind die wichtigsten?

Ohne Energiezufuhr gibt es kein Leben. Und wenn viele Menschen „gut“ leben wollen, brauchen sie viel Energie. Unsere Energieversorgung beeinflusst aber unvermeidbar auch unsere Umwelt. Wie und wie sehr, hängt von der Art der Energieversorgung ab. Sind diese Einflüsse zu groß, sprechen wir von Umweltproblemen. Die wichtigsten Umweltprobleme unserer Energieversorgung werden in dem Artikel erläutert. … mehr

Klima & Klimaschutz

Christoph Kottmeier
Prof. Dr. C. Kottmeier

Gibt es wissenschaftlich seriöse Argumente, die gegen eine vom Menschen verursachte Erwärmung des Erdklimas sprechen?

Vom 29. November bis 10. Dezember 2010 findet in Cancún (Mexico) wieder ein Welt-Klimagipfel statt. Vor allem von Ländern, die ein Klimaschutzabkommen ablehnen, werden Zweifel an der Eindeutigkeit der Klimaprognosen vorgebracht, die hier im Licht des neuesten Stands der Forschung bewertet werden sollen. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Was besagt und was bedeutet das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz?

Zur Abwehr befürchteter Klimarisiken durch verstärkten Ausstoß sog. Treibhausgase wurde auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro eine Klima-Rahmenkonvention verabschiedet. Nachfolgende Konferenzen sollten Näheres regeln. 1997 einigten sich rd. 150 Staaten im „Kyoto-Protokoll“ auf quantitative Ziele für die Verringerung der Emissionen von sechs wichtigen Spurengasen, darunter Kohlendioxid (CO2) und Methan. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Kann man das Klimaproblem auch durch Filtern und Speichern von Kohlendioxid lösen ?

Die Freisetzung von Kohlendioxid (CO2) durch den Menschen steht im Verdacht, über den "Treibhauseffekt" das globale Klima zu verändern. Das "Prinzip Verantwortung" fordert von uns vorsorgliche Gegenmaßnahmen, auch wenn noch nicht alle Fragen wissenschaftlich geklärt sind. Energiesparen und die Verwendung CO2-freier Energieformen sind die naheliegenden möglichen Gegenmaßnahmen. … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Energie-Wende – bleibt der Klimaschutz auf der Strecke?

Trotz aller Beschwörungen der Politiker, der Klimaschutz hat es nach der abrupten Energiewende schwerer. Die Argumente, die vor Mitte des Jahres 2010 zugunsten einer Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke ins Feld geführt wurden, waren ja nicht abwegig: 150 Mio. t CO2 sparten die deutschen Kernkraftwerke Jahr für Jahr ein, und das zu äußerst günstigen ökonomischen Bedingungen. Nun wird diese Entlastung 10 Jahre früher fehlen, und es wird kaum möglich sein, diesen Ausfall zu kompensieren, schon gar nicht zu gleichen ökonomischen Bedingungen. … mehr

Linkohr
Dr. R. Linkohr

Was hat es mit den handelbaren Emissionszertifikaten auf sich?

Als neues Instrument zur Verminderung der Umweltbelastungen steht der Handel mit Emissionszertifikaten in Europa vor der Einführung. Die USA (in Bezug auf Schwefeldioxid), aber auch multinationale Unternehmen für ihre internen Aktivitäten verfügen schon über Erfahrungen damit. … mehr

Klaus Theißing
Klaus Theißing

Hat die Lobby der Kernenergie die Klimadiskussion gestartet, um mit ihren Atomkraftwerken (AKW) wieder ins Geschäft zu kommen?

Die Frage ist mit einem klaren «Nein» zu beantworten.
Die Diskussion um den Anteil des Kohlendioxids der Atmosphäre wurde mit der Erforschung und Darstellung seines Anteils durch Prof. Roger Revelle in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts begonnen. Gleichzeitig boomte der Bau der AKWs und sogar Deutschland hatte einen mit Franz-Josef Strauß einen „Atomminister“. Zu dieser Zeit wäre es nicht nötig gewesen, die Kernenergie zu bewerben, den sie „verkaufte“ sich von allein. Jeder – auch Deutschland – wollte „dabei sein“ und in die Erforschung wurde investiert. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Klimaänderungen - ist der Mensch Schuld daran?

Klimadiskussionen haben Hochsaison. „Die Wissenschaft ist sich einig: Das Klima ändert sich, der Mensch ist schuld daran und ohne einschneidende Gegenmaßnahmen werden die Folgen katastrophal sein“, sagen die Einen. „Stimmt nicht, es gibt keinen Konsens, die Treibhaustheorie ist falsch, das Klima hat sich immer schon geändert, wir Menschen können es gar nicht beeinflussen, die Gegenmaßnahmen sind wirkungslos und werden die Wirtschaft kaputt machen“, sagen die Anderen. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Klimagefahren – Wie viel kann uns die Kernenergie helfen?

Auch wenn der Mensch als Klimaverursacher noch nicht zweifelsfrei fest steht, besteht doch ein weitgehender Konsens dahingehend, dass wir dringend vorbeugende Maßnahmen ergreifen müssen. Kernenergie wird vielfach als hierfür geeignet angesehen: Sie kann wirtschaftlich und im großen Maßstab eingesetzt werden. Zugleich schont sie die Rohstoffreserven und verringert die Importabhängigkeit im Energiebereich. Andere halten die Kernenergie aus den verschiedensten Gründen für ungeeignet. Was davon stimmt, soll in diesem Beitrag untersucht werden. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Regenerative Energien – immer ein Schritt in die richtige Richtung ?

Der Mensch steht in Verdacht, das Klima zu verändern. Wirkliche Beweise hierfür gibt es noch nicht, aber es besteht doch ein weitgehender Konsens dahingehend, dass wir vorsorglich etwas gegen drohende Klimagefahren tun müssen. Häufig werden regenerative Energien als ein ganz besonders geeignetes Mittel hierfür angesehen. Auch wenn sie zum Teil noch nicht technisch ausgereift und vielfach (noch?) nicht wirtschaftlich konkurrenzfähig sind, werden sie zumindest als „Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnet, den wir auf jeden Fall tun sollten, falsch könne man dabei nichts machen. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Abwehr drohender Klimagefahren – Was bedeutet das?

Menschengemachte Klimaänderungen sind nicht wirklich bewiesen, aber doch sehr wahrscheinlich. Die meisten Menschen sind davon überzeugt, dass wir dringend etwas gegen die daraus drohenden Gefahren tun müssen. Auch über das Ausmaß des erforderlichen Tuns besteht – jedenfalls in abstrakten Formulierungen – weitgehend Einigkeit: Bis etwa Mitte dieses Jahrhunderts müssen wir die weltweiten Freisetzungen von CO2 (und anderen Treibhausgasen) auf die Hälfte des heutigen Wertes reduzieren, längerfristig sogar noch weiter. Auch dass die Industrieländer den Löwenanteil dieser Aufgabe werden übernehmen und ihre CO2-Emissionen um mindestens 80 % werden zurückfahren müssen, wird von den meisten Fachleuten und zunehmend auch von Politikern und vielen Bürgern so gesehen. … mehr

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Ist E10 nun ein Beitrag zum Klimaschutz oder nicht?

Der neue Kraftstoff E 10 ist seit einigen Wochen an den Tankstellen verfügbar, wird jedoch nur von wenigen Autofahreren angenommen. […] Aber auch der Umwelt-Vorteil ist umstritten. Das liegt daran, dass es keine genauen Öko- oder Energiebilanzen zu E10 gibt. Es kann sie auch nicht geben, weil die Energieeffizienz der Biomasse, die ja nur einen geringen Energieinhalt pro Masse bzw. Volumen aufweist, sehr stark von den individuellen Bedingungen abhängt, unter denen sie produziert, transportiert und verarbeitet wird. In ungünstigen Fällen, etwa bei Rapsöl, kann die Energiebilanz negativ werden, dann würden also in die Produktion mehr fossile Energien investiert als das Produkt nachher ersetzen könnte. … mehr

Stromversorgung

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Ist die Errichtung großer Windparks in Süddeutschland unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit sinnvoll?

Windkraftanlagen – und damit auch die Zusammenfassung mehrerer Windkraftanlagen in einem Windpark – sind wie alle Energietechniken heute anhand ihres Beitrags zur "nachhaltigen Energieversorgung" zu bewerten. … mehr

Rainer Friedrich
Prof. Dr.-Ing. habil.
R. Friedrich

Wie hoch sind die "externen Kosten" der verschiedenen Energie-Techniken bei der Stromerzeugung?

Die Stromerzeugung verursacht Risiken für die menschliche Gesundheit und Schäden an Pflanzen, Ökosystemen und Materialien. Diese unerwünschten, sogenannten externen Effekte sollten bei Vergleichen und Entscheidungen auf konsistente Weise mit berücksichtigt werden. … mehr

Hagenmeyer
Prof. Dr. E.
Hagenmeyer

Kann ein großer Stromausfall wie in USA und Italien auch in Deutschland passieren?

In Deutschland werden die Verbraucher sehr selten von Stromausfällen betroffen. Im Durchschnitt fällt nur alle zwei Jahre für weniger als eine Stunde der Strom aus. Damit sind die deutschen Verbraucher etwa 5mal besser gestellt als die in den anderen EU-Ländern. Im Jahr 2003 haben sich in Amerika, in Skandinavien, in Italien und in London schwere Stromstörungen ereignet von denen über 100 Millionen Menschen betroffen waren, es entstanden immense Schäden von vielen Milliarden Dollar. … mehr

Prof. GraweProf. Dr. Joachim Grawe

Wie viele Hochspannungsmasten können abgebaut werden, wenn der gesamte Strombedarf Deutschlands durch Windkraftanlagen gedeckt wird?

Die Antwort mag für Manchen überraschend klingen: So gut wie keiner.

Im Gegenteil: Die Zahl der Leitungsmasten wird zunehmen, vor allem beim geplanten Ausbau von Offshore-Windparks. … mehr

Linkohr
Dr. R. Linkohr

Wie reagiert Europa auf die zunehmende Abhängigkeit von Energieimporten?

Die Abhängigkeit der Europäische Union von Energieimporten wächst. Damit werden die Europäer, die am Tropf der fossilen Energien hängen, immer mehr von Energielieferungen aus politisch instabilen Regionen abhängig. Im Extremfall können sie sogar erpressbar werden. … mehr

Regenerative Energien

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Ist E10 nun ein Beitrag zum Klimaschutz oder nicht?

Der neue Kraftstoff E 10 ist seit einigen Wochen an den Tankstellen verfügbar, wird jedoch nur von wenigen Autofahreren angenommen. […] Aber auch der Umwelt-Vorteil ist umstritten. Das liegt daran, dass es keine genauen Öko- oder Energiebilanzen zu E10 gibt. Es kann sie auch nicht geben, weil die Energieeffizienz der Biomasse, die ja nur einen geringen Energieinhalt pro Masse bzw. Volumen aufweist, sehr stark von den individuellen Bedingungen abhängt, unter denen sie produziert, transportiert und verarbeitet wird. In ungünstigen Fällen, etwa bei Rapsöl, kann die Energiebilanz negativ werden, dann würden also in die Produktion mehr fossile Energien investiert als das Produkt nachher ersetzen könnte. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Holzpellets: Was können sie wirklich?

Holzpellets haben Hochkonjunktur. Sie können – so heißt es jedenfalls allgemein - billige Energie bereitstellen, erschöpfbare Energieressourcen schonen, unsere Abhängigkeit von politisch instabilen Ländern reduzieren und vor allem können sie einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Fereisetzungen leisten. … mehr

Dr. Herrmann
Dr. D. Herrmann

Welche Auswirkungen hat eine weltweite Verteuerung von Rohstoffen auf die künftige Entwicklung der Energieversorgung?

Zwischen Mitte 2003 und Frühjahr 2004 sind die Preise vieler nicht-energetischer Rohstoffe auf den Weltmärkten sprunghaft angestiegen. Rohstoffpreise waren plötzlich ein öffentliches Thema. Vor allem von China mit seiner boomenden Wirtschaft wurde berichtet, dass es im großen Stil einkauft. Inzwischen hat sich dieser Preisauftrieb etwas verlangsamt. Seinen Platz im öffentlichen Bewusstsein hat die noch stärker spürbare Verteuerung von Erdöl und Erdgas eingenommen. Dennoch bleibt die Frage, ob nicht ein Zusammenhang zwischen beidem besteht, und wie es weiter geht, sowohl mit den Rohstoff- als auch den Energiepreisen? … mehr
Veröffentlicht: 20. Oktober 2005

Eike Roth
Dr. E. Roth

Wieso gelten Sonne, Wind und Wasser als erneuerbar?

Im normalen Sprachgebrauch bedeutet die Nachsilbe „bar“, dass der Mensch etwas tut bzw. tun kann. „Lösbar“ ist z. B. eine Aufgabe, wenn wir sie lösen können, „erneuerbar“ ist etwas, wenn wir es erneuern können. Da Energie physikalisch gesehen aber nicht erzeugt, sondern nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden kann, kann es genau genommen gar keine „erneuerbaren Energien“ geben. In nicht ganz korrektem, aber eingebürgertem Sprachgebrauch wird „erneuerbar“ bei Energien jedoch in der Bedeutung von „sich erneuernd“ bzw. „regenerativ“ verwendet. Bei diesen Energien sind es zwar nicht wir Menschen, die sie erneuern, sondern sie tun das von selbst, bzw. die Natur stellt sie uns immer wieder erneut zur Verfügung. … mehr

Prof. GraweProf. Dr. Joachim
Grawe

Warum kommt bei Ihnen die Solarenergie so schlecht weg?

Die Solarenergie kommt in den „Energie-Fakten“ keineswegs „schlecht weg“. Sie wird allerdings nicht – wie andernorts oft – euphorisch verfärbt, sondern realistisch beurteilt. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Das Meer als unerschöpfliche Energiequelle?

Die Wellenbewegung von Wasser in Ozeanen, Seen und Flussläufen, die Gezeitenströmungen, Sturmfluten, Flutwellen, wie am 26. Dezember 2004 durch ein Erdbeben im Indischen Ozean mit verheerenden Folgen (Tsunami) verursacht, oder Flutwellen infolge Vulkanausbrüchen verdeutlichen die großen Energien bewegten Wassers. Es liegt deshalb nahe, Techniken zu entwickeln, um derartige Energiemengen dem Menschen nutzbar zu machen. Solche Versuche reichen lange zurück und haben in jüngerer Zeit an Bedeutung gewonnen, wie es die Ausnutzung der Gezeiten zur Stromerzeugung aufzeigt. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Biomasse oder Kernenergie – was setzt weniger CO2 frei?

Kraftwerke gibt es nicht umsonst. Kein Kraftwerk fällt vom Himmel, kein Kraftwerk läuft völlig von alleine und kein Kraftwerk verschwindet von selbst wieder spurlos von der Erde. Im Gegenteil, für die Errichtung eines jeden Kraftwerkes, für seinen Betrieb einschließlich Wartung, Instandhaltung und ggf. Brennstoffbeschaffung und für seinen Abriss muss immer Geld ausgegeben werden, und die entsprechenden Tätigkeiten sind immer mit einem mehr oder weniger großen Energieverbrauch verbunden. Dass dieses Geld bei der Berechnung der Stromgestehungskosten zusätzlich zu den reinen Brennstoffkosten berücksichtigt werden muss, ist selbstverständlich. Aber auch die für die Errichtung, die komplette Betriebsführung und den Abriss einschließlich aller zurechenbaren Tätigkeiten erforderlichen Energiemengen müssen bei einer vollständigen Betrachtung mit berücksichtigt werden.  … mehr

Prof. GraweProf. Dr. Joachim
Grawe

Warum baut man in Deutschland nicht große Sonnen-Kraftwerke wie in Kalifornien?

Sie haben in Kalifornien wahrscheinlich die Solarfarm-Kraftwerke an der Kramer Junction, einer Straßenkreuzung in der Mojave-Wüste, gesehen. Dort sind insgesamt neun Anlagen mit zusammen 345 Megawatt (MW; 1 MW = 1.000 Kilowatt - kW) Leistung in Betrieb. Die letzte (und mit 90 MW größte) davon wurde 1990 fertiggestellt. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Biomasse-Kraftwerke zur Klimavorsorge?

Immer, wenn man Biomasse verbrennt, entsteht dabei CO2, das dann in die Atmosphäre freigesetzt wird. Die "Philosophie des Gesetzgebers" zur Förderung der Biomasse geht davon aus, dass bei der Verbrennung von Biomasse genau so viel CO2 freigesetzt wird, wie seinerzeit zum Aufbau der Biomasse aus der Atmosphäre entnommen wurde. Das stimmt natürlich, aber die daraus abgeleitete Behauptung, die energetische Biomassenutzung wäre auch in der Praxis klimaneutral, stimmt nicht, und sie ist auch nicht zielführend. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Wie viele Häuser kann eine große Windkraftanlage mit einem Megawatt Leistung versorgen?

Kein einziges Haus (ständig). Das klingt vielleicht provokativ. Aber lassen Sie es mich erläutern: Zunächst gibt es in der Fragestellung zwei „Unbekannte“. Einmal: Was ist ein „Haus“,? Zum anderen: Wie gut sind die Windverhältnisse am Standort? Nehmen wir an, es handelt sich um einen guten Windstandort, an dem die Anlage jährlich umgerechnet 2.000 Volllaststunden Strom erzeugt. An solch einem gutem Standort beträgt die Jahresproduktion einer Anlage mit einem Megawatt = 1.000 Kilowatt Leistung demnach 1.000 x 2.000 = zwei Millionen Kilowattstunden (kWh). … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Welche Bedeutung hat die Wasserkraft für Deutschland?

Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurden Wasserkräfte zunehmend zur Elektrizitätsversorgung eingesetzt. Die Vorteile gegenüber den damaligen (noch kleinen) Wärmekraftwerken waren handgreiflich: Keine Kohlentransporte, hohe Betriebssicherheit, Versorgungssicherheit. Trotz hohen Kapitalbedarfs zum Bau waren die Kraftwerke durch sehr lange Lebensdauern konkurrenzfähig. Das älteste größere und noch heute in Betrieb befindliche Wasserkraftwerk Rheinfelden mit einer maximalen Generator-Leistung von 26 Megawatt liefert seit 1898 Strom (zum Teil mit Anlagen der Erstausstattung!). … mehr

Kaltschmitt
Dr. M. Kaltschmitt

Potenziale regenerativer Energien – Was ist realistisch machbar?

Die technischen Strom- und Wärmeerzeugungspotenziale in Deutschland sind beachtenlich und sehr wohl energiewirtschaftlich relevant; ihrer Erschließung stehen aber eine Vielzahl nachfrageseitiger und ökonomischer Restriktionen entgegen; letztere wurden durch energiepolitische Weichenstellungen (z.B. EEG) der letzten Jahre verändert. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Wie viele Arbeitsplätze sind durch die Nutzung der Windenergie geschaffen worden?

Im Artikel wird "Die gängige Zahl" und "Die korrekte (gesamt-volkswirtschaftliche) Vorgehensweise" beschrieben. Zusätzlich werden die einzelnen Effekte erläutert. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Was kostet die Stromkunden die Förderung von regenerativen Energien und von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen?

Die Politik stellt die Nutzung regenerativer Energien und die gemeinsame, zeitgleiche Erzeugung von Strom und Wärme in sog. Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in den großen Rahmen von Umweltschutz und Ressourcenschonung. Insbesondere verfolgt sie dabei das Ziel der Verminderung der Kohlendioxid(CO2)-Emissionen. … mehr

R. Dupont
Dipl.-Ing.
R. Dupont
Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Was ist von Offshore-Windparks zu halten?

Die Energiepolitik will aus Gründen des Umweltschutzes und des nachhaltigen Wirtschaftens die zukünftige Energieversorgung wesentlich durch eine erhebliche Nutzung erneuerbarer Energien sicherstellen. Auf absehbare Zeit können merkbare Beiträge bei der Stromversorgung (außer durch bereits seit langem genutzte Wasserkraft) nur durch die Windenergie erbracht werden. Der weitere Bau solcher Anlagen auf dem Festland und auf Inseln stößt jedoch vermehrt auf Hindernisse … mehr

Fossile Energien

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Geht uns bald das Öl aus ?

Schon nach dem 1. Weltkrieg tauchte die Sorge auf, die Öl-Vorräte könnten bald zur Neige gehen. Durch die vom Club of Rome in Auftrag gegebene Studie „Die Grenzen des Wachstums“ schien das 1974 zur Gewissheit zu werden. Der Bericht sagte die Erschöpfung der Vorkommen um die Jahrtausendwende voraus. Doch in diesem Punkt wie bei fast allen Prognosen haben sich die Verfasser gründlich geirrt. … mehr

Kernenergie

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Wenn die deutschen Kernkraftwerke nicht aus politischen Gründen abgeschaltet werden müssten, wie lange könnten sie dann technisch sicher betrieben werden?

Nach dem „Gesetz zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität“ vom 22. April 2002 müssen die vorhandenen 20 deutschen Kernkraftwerke im Ergebnis nach durchschnittlich 32 Betriebsjahren stillgelegt werden. Damit ist der Deutsche Bundestag entgegen den Warnungen von 680 deutschen Hochschul-Professoren (pdf, rd. 30 kB) früheren Parteitags-Beschlüssen der Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN gefolgt. … mehr

Redaktion

Was ist von den Medienberichten über erhöhte Krebsraten in der Umgebung von Kernkraftwerken zu halten?

Der Artikel verweist auf Stellungnahmen der Bundesregierung und des Kinderkrebsregisters:

  • Die Bundesregierung schließt Krankheitsrisiko durch Betrieb kerntechnischer Anlagen aus.
  • Stellungnahme des Deutschen Kinderkrebsregisters … mehr
Kronenberg
Dr. A. Kronenberg

Kernreaktoren und nukleare Endlager – eine Erfindung des Menschen?

Am 4. Dezember 1942 – 4 Jahre nach der Entdeckung der Kernspaltung – setzten Enrico Fermi und seine Mitarbeiter in Chicago die erste, sich selbst erhaltende Kettenreaktion in Gang. Der erste Kernreaktor der Welt war in Betrieb gegangen. So haben wir es jedenfalls in der Schule gelernt, aber das war eindeutig falsch. Oder zumindest nicht ganz richtig, denn - wie so oft - war die Natur der modernen Physik wieder einmal weit voraus. … mehr

P. Borsch
Dr. P. Borsch

Wie gefährlich sind Transporte von verbrauchten Brennelementen?
(Castor-Transporte)

Allein in Deutschland hat es bisher etwa 2000 Transporte mit abgebrannten Brennelementen oder verglasten hochaktiven Abfällen gegeben. Dass es dabei keine sicherheitstechnischen Probleme gab, ist nicht verwunderlich. Denn ein umfangreiches System von Sicherheitsvorschriften, Tests und weiteren sicherheitstechnischen Untersuchungen sorgt weltweit dafür, dass die diversen Anforderungen erfüllt werden … mehr

P. Borsch
Dr. P. Borsch

Stimmt der Vergleich der Kernenergie mit einem Flugzeug ohne Landebahn?

Nein, der Vergleich stimmt nicht, er ist logisch unsinnig, sachlich falsch, unzutreffend und irreführend. … mehr

Kessler
Prof. Dr.-Ing.
Dr. h.c. G. Keßler
Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Was geschieht zur Verhinderung der Verbreitung von Atomwaffen?
(Proliferation)

Wie viele Techniken kann die Kernspaltung von Uran und Plutonium auch militärisch genutzt oder missbraucht werden. Sie wurde sogar erstmals für Atombomben am Ende des 2. Weltkrieges eingesetzt und geriet dadurch in Misskredit. Erst einige Jahre später erkannte man ihren Wert als kostengünstige und umweltverträgliche Energie mit großem Potential und hoher Versorgungssicherheit.  mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Was soll die Bezeichnung der Kernkraft als Übergangsenergie bedeuten ?
Wie lange geht die Übergangszeit?

In der Energieversorgung gibt es - wie auch sonst in Technik, Wirtschaft und Gesellschaft – laufenden Strukturwandel. Bessere Technik ersetzt ältere. „Übergangsenergie“ ist aber ein politischer Begriff. Je nach der Position zur Kernkraft wird darunter etwas anderes verstanden. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Glauben Sie wirklich, dass durch Atomenergie das Klima gerettet werden kann ?

Im Artikel wird der CO2-Ausstoß div. Systeme zur Erzeugung elektrischer Energie vergleichen. Die Möglichkeiten und Grenzen der Atomenergie werden anschliessend aufgezeigt. … mehr

Lindauer
Dr. E. Lindauer

Welche Bedeutung haben Betriebsstörungen und Störfälle in Kernkraftwerken? (Meldepflichtige Ereignisse)

Jedes Kernkraftwerk (und ebenso jede andere kerntechnische Anlage) muss einen Sicherheitsbeauftragten haben. Dieser verantwortet u. a. die gesetzlich vorgeschriebenen Überwachungen und die Meldungen von Ereignissen, die vom „Normalbetrieb“ abweichen, an die zuständigen Behörden. Solche Meldungen müssen unabhängig vom Gewicht der Abweichung zügig erstattet werden. Die Eilbedürftigkeit der Meldung wird in der Skala der deutschen Aufsichtsbehörden nach der (abnehmenden) Schwere der Ereignisse nach S, E und N klassifiziert mit Meldefristen zwischen sofort für S und 5 Tagen für N. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Warum ist der elektrische Wirkungsgrad von Kernkraftwerken in der Regel niedriger als der von Kohlekraftwerken?

Sowohl Kernkraftwerke als auch Kohlekraftwerke sind Wärmekraftwerke. In ihnen wird zunächst Wärme erzeugt – in den Kohlekraftwerken durch Verbrennung, in den Kernkraftwerken durch Kernspaltungen. Die Wärme in Form von Wasserdampf wird dann in Turbinen in mechanische Arbeit (Energie) und danach in Generatoren in Strom umgewandelt. Der sog. elektrische Wirkungsgrad von Kraftwerken ist ein Maß für die Güte der Energieumwandlung. Er ist das Verhältnis aus der Ziel-Energiemenge, also Elektrizität, und der eingebrachten Energiemenge in Form von Brennstoff. Der Wert ist immer kleiner als Eins bzw. 100 Prozent (%). …mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Warum haben Wärmekraftwerke einen relativ niedrigen Wirkungsgrad?

Wärmekraftwerke sind das Rückgrat unserer Stromversorgung. Sie wandeln Wärmeenergie zunächst in mechanische Arbeit und diese dann in Strom um. Ihr Wirkungsgrad liegt typischerweise zwischen etwa 30 und 50 %. Das heißt, dass bei ihnen nur rund die Hälfte oder noch weniger der zunächst erzeugten Wärmeenergie anschließend als Strom zur Verfügung steht, der Rest geht ungenutzt in die Umgebung. „Energieverschwender” ist daher ein häufig gehörtes Urteil, diese Kraftwerke sollten möglichst bald durch „bessere” Kraftwerke ersetzt werden. … mehr

P. Borsch
Dr. P. Borsch

Wie verfährt man mit giftigen und gefährlichen Sonderabfällen?

Von den jährlich etwa 9 Mio. t an besonders überwachungsbedürftigen Abfällen, auch Sonderabfälle genannt, sind etwa 5 bis 10 % so gefährlich, daß sie eigentlich in eine Untertagedeponie gehören. Im Unterschied zu radioaktiven Abfällen, deren Gefährlichkeit entsprechend der radioaktiven Halbwertszeit immer weiter abnimmt, haben diese Abfälle zum großen Teil eine unendliche Halbwertszeit, d. h. ihre Gefährlichkeit nimmt nicht mit der Zeit ab. In Deutschland stehen z. Z. vier Deponien in Salzformationen für nicht-radioaktive Sonderabfälle zur Verfügung. … mehr

Dr. Herrmann
Dr. D. Herrmann

Welche Auswirkungen hat eine weltweite Verteuerung von Rohstoffen auf die künftige Entwicklung der Energieversorgung?

Zwischen Mitte 2003 und Frühjahr 2004 sind die Preise vieler nicht-energetischer Rohstoffe auf den Weltmärkten sprunghaft angestiegen. Rohstoffpreise waren plötzlich ein öffentliches Thema. Vor allem von China mit seiner boomenden Wirtschaft wurde berichtet, dass es im großen Stil einkauft. Inzwischen hat sich dieser Preisauftrieb etwas verlangsamt. Seinen Platz im öffentlichen Bewusstsein hat die noch stärker spürbare Verteuerung von Erdöl und Erdgas eingenommen. Dennoch bleibt die Frage, ob nicht ein Zusammenhang zwischen beidem besteht, und wie es weiter geht, sowohl mit den Rohstoff- als auch den Energiepreisen? … mehr
Veröffentlicht: 20. Oktober 2005

 

Informationen zum Thema Tschernobyl siehe Kernenergie -> Tschernobyl

Biotreibstoffe

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Ist E10 nun ein Beitrag zum Klimaschutz oder nicht?

Der neue Kraftstoff E 10 ist seit einigen Wochen an den Tankstellen verfügbar, wird jedoch nur von wenigen Autofahreren angenommen. […] Aber auch der Umwelt-Vorteil ist umstritten. Das liegt daran, dass es keine genauen Öko- oder Energiebilanzen zu E10 gibt. Es kann sie auch nicht geben, weil die Energieeffizienz der Biomasse, die ja nur einen geringen Energieinhalt pro Masse bzw. Volumen aufweist, sehr stark von den individuellen Bedingungen abhängt, unter denen sie produziert, transportiert und verarbeitet wird. In ungünstigen Fällen, etwa bei Rapsöl, kann die Energiebilanz negativ werden, dann würden also in die Produktion mehr fossile Energien investiert als das Produkt nachher ersetzen könnte. … mehr

Wasserstoff

Dr. Lindner
Dr L. Lindner

Wie sind die Aussichten einer solaren Wasserstoffwirtschaft?

Wasserstoff wird häufig als Energieträger der Zukunft genannt, ist aber als Rohstoff in der Natur nicht direkt verfügbar. Er muß erst einmal hergestellt werden, denn er kommt in der Natur nur in gebundener Form vor. Dazu muß er erst in aufwendigen Verfahren aus fossilen Energieträgern oder durch Elektrolyse hergestellt werden. Die Wasserstoffherstellung aus fossilen Rohstoffen macht langfristig keinen Sinn, da diese endlich sind und auch noch künftigen Generationen erhalten bleiben sollten. Deshalb wird häufig die Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse von Wasser mit Solarstrom in die Diskussion gebracht. … mehr

Dr. Ulf Bossel
Die Zeichen stehen ungünstig – Wasserstoff in einer nachhaltigen Energiewirtschaft (pdf, einige kB)

Beiträge der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Führt die globale Wasserknappheit zu neuen Anforderungen an die Energieversorgung?

Wasser ist für Industrie- und Schwellenländer gleichermaßen von großer Bedeutung, aber 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, alle 20 Sekunden stirbt ein Kind wegen ungesunden Wassers. Wenn die Weltbevölkerung von heute 7 auf voraussichtlich 9 Milliarden in 2050 angewachsen sein wird, wird der Wasserverbrauch aber dem heutigen Bedarf von 12 Milliarden Menschen entsprechen, weil der Wasserverbrauch etwa doppelt so schnell wächst wie die Weltbevölkerung. Zwar besteht die Erde, wie auch der Mensch, zu 70 % aus Wasser, aber über 97 % davon bilden die Ozeane, deren Salzwasser außer für Kühlzwecke zu keiner direkten menschlichen Verwendung geeignet ist. … mehr

Beiträge in denen die Akzeptanz unterschiedlicher Technologien am Rande behandelt wird

Kraft-Wärme-Kopplung

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Kühlwasser – warum benötigen Wärmekraftwerke das ?

In lang anhaltenden Trockenzeiten wie im Sommer 2003 kann die Stromerzeugung und damit die Energieversorgung durch Wassermangel eingeschränkt sein. Das betrifft nicht nur die Wasserkraftwerke, sondern auch die thermischen Kraftwerke (Wärmekraftwerke). Der Artikel zeigt die Gründe auf. … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Was kostet die Stromkunden die Förderung von regenerativen Energien und von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen?

Die Politik stellt die Nutzung regenerativer Energien und die gemeinsame, zeitgleiche Erzeugung von Strom und Wärme in sog. Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in den großen Rahmen von Umweltschutz und Ressourcenschonung. Insbesondere verfolgt sie dabei das Ziel der Verminderung der Kohlendioxid(CO2)-Emissionen. … mehr

Kernenergie

Manfred Popp
Prof. Dr. M. Popp

Was sagen die Fachleute der Energiewirtschaft zur Energiewende?

Keine guten Noten erhielt die deutsche Energiepolitik auf der Jahrestagung der VGB Powertech1 2011 in Bern. Die 1100 Energie-Fachleute aus Deutschland, dem diesjährigen Gastgeberland Schweiz und den anderen 26 Mitgliedsländern des VGB diskutierten die Folgen der deutschen Energiewende betont sachlich, aber mit deutlich spürbarem Unbehagen. … mehr

Dr. Koelzer
Dipl.-Phys. W. Koelzer

Biologische Wirkungen ionisierender Strahlung und die Befunde von Hiroshima und Nagasaki

Bereits wenige Monate nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 und der natürlichen Radioaktivität wurden erste Berichte über schädliche Wirkungen dieser Strahlen auf das menschliche Gewebe, insbesondere Wirkungen auf die Haut, veröffentlicht. 1902 wurde der erste tödliche Strahlenkrebs und 1927 Befunde über genetische Veränderungen durch Röntgenstrahlung an der Fruchtfliege beschrieben. Die biologische Wirkung der ionisierenden Strahlung beruht auf ihrer Eigenschaft … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Wie groß ist das Risiko von Erbschäden durch ionisierende Strahlung?

Zellen sind die elementaren Bauteile des Lebens. Im Zellkern ist in den so genannten Desoxyribonukleinsäure (DNS)-Molekülen der Bauplan des menschlichen Körpers (das Erbgut) gespeichert. Es sind dies komplexe Riesenmoleküle, die auf engstem Raum über enorm große Speicherkapazität verfügen. Aber sie sind auch sehr empfindlich und werden in unvorstellbar großer Zahl (Millionen Mal pro Zelle und Tag) geschädigt. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Wieviel gibt der Betreiber eines Kernkraftwerks jährlich für die Entsorgung aus?

Ein großes Kernkraftwerk (also nicht das kleine Kraftwerk Stade) erzeugt im Jahr durchschnittlich 11 (elf) Milliarden Kilowattstunden Strom. Dabei entstehen (einschließlich Verpackung) rd. 60 Kubikmeter hochaktiver Abfall. Das entspricht dem Inhalt (Volumen) eines Würfels von knapp 4 (vier) Meter Kantenlänge. Dazu kommen mittel- und leichtaktiven Abfälle, die keine Wärme abstrahlen und entsprechend unproblematisch sind, z. B. verbrauchte Filter, Waschwasser und Ähnliches. Die Kosten beziffert der Autor am Ende des Textes. … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Dürfen deutsche Unternehmen sich am nächsten Kernkraftwerk in Frankreich beteiligen ?

Die Frage berührt eine zwischen der Bundesregierung einerseits und der VEBA, der damaligen VIAG, RWE und EnBW andererseits – also nicht damals HEW, jetzt Vattenfall getroffenen "Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen vom 14. Juni 2000". Die Vereinbarung betrifft nur die vorhandenen (deutschen) Kernkraftwerke, und zwar die Befristung ihrer Nutzung ihren gesicherten Betrieb während der verbleibenden Nutzungsdauer die Entsorgung der bei ihrem Betrieb entstehenden radioaktiven Abfälle. Über die Errichtung von KKW im (europ.) Ausland durch deutsche EVU und über deren Beteiligung an KKW im (europ.) Ausland wurde keinerlei Vereinbarung getroffen. … mehr

Peter Fritz
Dr. P. Fritz

Braucht Deutschland noch kerntechnische Kompetenz?

Zu den energiepolitischen Zielen der rot-grünen Bundesregierung zählt die geordnete Beendigung der Kernenergienutzung zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität. Im Rahmen dieser Ausstiegspolitik ist von der Regierung und Vertretern der Energieversorgungsunternehmen am 11. Juni 2001 eine Vereinbarung unterzeichnet worden, die die endgültige Abschaltung des letzten deutschen Kernkraftwerks etwa um das Jahr 2020 vorsieht. Damit ist , was die Mengen an bisher erzeugtem und noch bereit zu stellendem Nuklearstrom betrifft, gewissermaßen die zweite Halbzeit des kerntechnischen Zeitalters in Deutschland eingeleitet worden … mehr

Friedrich Kienle
Dr. F. Kienle

Wohin geht die Kernenergie in den USA?

Die amerikanische Kernenergiewirtschaft hat in den letzten 15 Jahren erstaunliche Fortschritte erzielt. Die Verfügbarkeit der Anlagen ist inzwischen mit vielfach über 90 % fast so hoch wie diejenige deutscher Kernkraftwerke (KKW). Mit der gleichen Anzahl von Anlagen wurde deshalb 2001 ein gutes Drittel mehr Atomstrom erzeugt als noch Anfang der 1990er Jahre. Die Stromerzeugungskosten von 3/4 der KKW konnten auf niedrige 1,73 US-Cents je kWh gesenkt werden. Damit wurde die Wettbewerbsfähigkeit mit den Gas- und Kohlekraftwerken wieder hergestellt. Durch Unternehmenszusammenschlüsse und andere Maßnahmen sind fachlich kompetente und finanziell starke Betreiberunternehmen entstanden. … mehr

Schmidt-Küster
Dr. W.
Schmidt-Küster

Warum braucht Finnland ein neues Kernkraftwerk?

Finnland baut ein neues Kernkraftwerk. Nach einer generellen Neubewertung der Kernenergie in den USA, einer ausdrücklichen Empfehlung der EU-Kommission zum weiteren Einsatz der Kernenergie und verschiedenen positiven Signalen aus anderen EU-Ländern ist dies der erste konkrete Schritt zur Wiederaufnahme des Baues von Kernkraftwerken im OECD-Raum. Andere werden wahrscheinlich folgen. Finnland begründete seine Entscheidung im wesentlichen mit dem steigenden Strombedarf und der Notwendigkeit, die CO2-Freisetzungen entsprechend den Kioto-Verpflichtungen zurückzufahren. … mehr

Henssen
Dr. rer. nat. H. Henssen

Widerspricht die Nutzung der Kernkraft dem biblischen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung?

Viele Christen, die gegen die Nutzung der Kernenergie protestieren, begründen dies mit dem göttlichen Gebot, die Schöpfung zu bewahren, und berufen sich dabei auf kirchliche Stellungnahmen. In einer Reihe solcher Verlautbarungen wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Schlußfolgerung aus dem biblischen Auftrag nicht von allen Christen geteilt wird. Für ein eigenes Urteil muss man genauer hinschauen. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Biomasse oder Kernenergie – was setzt weniger CO2 frei?

Kraftwerke gibt es nicht umsonst. Kein Kraftwerk fällt vom Himmel, kein Kraftwerk läuft völlig von alleine und kein Kraftwerk verschwindet von selbst wieder spurlos von der Erde. Im Gegenteil, für die Errichtung eines jeden Kraftwerkes, für seinen Betrieb einschließlich Wartung, Instandhaltung und ggf. Brennstoffbeschaffung und für seinen Abriss muss immer Geld ausgegeben werden, und die entsprechenden Tätigkeiten sind immer mit einem mehr oder weniger großen Energieverbrauch verbunden. Dass dieses Geld bei der Berechnung der Stromgestehungskosten zusätzlich zu den reinen Brennstoffkosten berücksichtigt werden muss, ist selbstverständlich. Aber auch die für die Errichtung, die komplette Betriebsführung und den Abriss einschließlich aller zurechenbaren Tätigkeiten erforderlichen Energiemengen müssen bei einer vollständigen Betrachtung mit berücksichtigt werden.  … mehr

Eberhard Wagner
Dipl.-Ing.
E. Wagner

Wie ist der Stand beim Ausstieg aus der Kernenergie in Schweden ?

Aufgrund der Ölpreiskrisen Anfang der 1970er Jahre wurde die schwedische Energiepolitik darauf ausgerichtet, die Importabhängigkeit von Erdöl zu vermindern. Durch die Verlagerung der Energieversorgung auf die Anwendung von Strom – vorwiegend aus Wasserkraftwerken und Kernkraftwerken – ging der Erdölbedarf seit 1970 bis auf etwa 25 % zurück. Der restliche Strom wird aus Erdgas, Steinkohle, Torf, Holz, Holzlauge und in geringem Maße aus Windkraft gewonnen. … mehr

Eike Roth
Dr. E. Roth

Wie nützlich und wie schädlich sind Strahlen?

Strahlen sind elektromagnetische Wellen oder Teilchenstrahlen. Elektromagnetische Wellen (auch "Quantenstrahlen" genannt) unterscheiden sich in ihrer Energie, Teilchenstrahlen in der Art der Teilchen und in deren Energie. Strahlen mit genug Energie, um Elektronen aus dem Verband eines Atoms oder Moleküls herauszuschlagen, heißen "ionisierende Strahlen".  … mehr

Joachim Grawe
Prof. Dr. Joachim Grawe

Sind die deutschen Kernkraftwerke gegen Flugzeugabsturz gesichert?

Die deutschen Kernkraftwerke sind gegen „Einwirkungen von außen" ausgelegt. Mit Ausnahme der Ältesten gelten für alle von ihnen die verschärften Anforderungen zur Sicherung gegen Flugzeugabstürze („Lastannahmen") von 1973. Diese gehen deutlich über das international Übliche hinaus. … mehr

Karlheinz Orth
K. Orth

Sind die deutschen Kernkraftwerke sicher?

Antwort: Ja! Die ausgezeichneten Betriebserfahrungen mit den deutschen Kernkraftwerken sind ein wichtiges Indiz für das erreichte hohe Sicherheitsniveau. Ein weiteres Indiz ist, dass der politisch erzwungene "Ausstieg" aus der Nutzung der Kernenergie in Deutschland nicht auf Gefährdungen und Sicherheitsmängel abgestützt, sondern nur "im Konsens" mit den Eigentümern und Betreibern dieser Anlagen herbeigeführt werden konnte mit dem Ergebnis, dass die meisten Kernkraftwerke mit Zustimmung der Bundesregierung noch viele Jahre in Betrieb bleiben werden. … mehr

Wingender
Dr. phil. nat. H.-J. Wingender

Schwerter zu Pflugscharen - Megatonnen zu Megawatt:
Kann Atomwaffenmaterial für friedliche Zwecke genutzt werden?

Die Großmächte hatten während des Kalten Krieges riesige Mengen an Atomsprengköpfen angesammelt. Insbesondere nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden Verhandlungen darüber geführt, wie die Zahl der Atomsprengköpfe reduziert werden kann und wie das Atomwaffenmaterial so aus dem Verkehr gezogen werden kann, dass es nicht mehr zur Herstellung von Atomwaffen benutzt werden kann. … mehr

Hintergrundmaterial

Eike Roth
Dr. E. Roth

Deutschlands Energiewende – Ein Gemeinschaftswerk für die Zukunft

Kommentare zum Abschlussbericht der Ethik-Komission „Sichere Energieversorgung“ der Bunderegierung

Der Autor Dr. Eike Roth kommentierte den rund 60-seitigen Bericht für die Energie-Fakten.de. Sie können das Dokument als Hintergrundmaterial im Format docx hier (rd. 150 kB) herunterladen.

 

Links

Studie Kraftwerke 2010 Plus

Kraftwerke 2020+ – Kraftwerksoptionen für die Zukunft

„Der Wissenschaftliche Beirat des europäischen technischen Fachverbandes für die Strom- und Wärmeerzeugung VGB PowerTech, zusammengesetzt aus 30 Professoren der Kraftwerkstechnik aus acht europäischen Ländern, hat seine Sicht der Situation der europäischen Elektrizitätsversorgung und seine Besorgnisse und Empfehlungen zur Ausgestaltung der zukünftigen Forschungserfordernisse auf diesem Gebiet in einer neuen 32-seitigen Stellungnahme Kraftwerksoptionen für die Zukunft - Kraftwerke 2020+ zusammengefasst.“
(Aus der Ankündigung des VGB; Link zu vgb.org)

Eisenbeiß
Prof. Dr.-Ing.
K. Kühn

Endlagerung radioaktiver Abfälle –
Wie schnell können wir den Anschluß an die internationale Entwicklung wieder errreichen?

Text (pdf, 114 kB) und Folien (pdf, 1,8 MB) des Vortrags anläßlich der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Kerntechnischen Gesellschaft e. V. (KTG) an Prof. Dr.-Ing. Klaus Kühn.

 

Wie vertragen sich nationale und europäische Energiepolitik ?
(Link zu Linkohr.de)

Wie ist die Energieversorgung der Schweiz aufgebaut ?
(Link zur Aktion für vernüftige Energiepolitik Schweiz - AVES)

Wie kann man Wasserkraft energetisch nutzen ?
(Link zu Hausarbeiten.de)

Informationen zu erdgasbetrieben KFZ finden Sie unter Erdgasfahrzeuge.de

Wie ist die Systematik der internationalen Bewertungsskala (International Nuclear Event Scale - INES) für Störfälle und Unfälle an kerntechnischen Anlagen definiert? Link zum Bundesamt für Strahlenschutz

Kann man in einem KKW Atombombenmaterial produzieren ?
Link zur Antwort auf die Frage "Was ist waffenfähiges Material" auf dem Server www.kernenergie-wissen.de.

Was geschah beim Unfall im Kernkraftwerk Three-Mile-Island in den USA im Jahr 1979 ?
Informationen zu dem Unfall finden Sie auf dem Server der AVES.

Was geschah in Tokai-Mura ?
Informationen zu dem Unfall finden Sie auf dem Server der AVES.

Ist Plutonium wirklich ein "Supergift" ?
Die Antort auf diese Frage befindet sich unter www.kernenergie-fakten.de

Wie sahen die Pläne der SPD für die Kernenergie in den 70er Jahren aus ?
Diese Frage wird im Rahmen einer Seminararbeit unter Hausarbeiten.de beantwortet.

Wie funktioniert ein Kernkraftwerk ?
Diese Frage wird im Rahmen eines Schülerreferates unter Hausarbeiten.de beantwortet.

Ist Gorleben ein geeigneter Entsorgungsstandort für radioaktive Abfälle?
Die Anwort finden Sie auf dem Server Endlagerung.de

Welche neuen Kernreaktoren sind in der Entwicklung ?
Link zu Kernenergie-wissen.de