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Wie setzen sich die Strompreise zusammen?

Stand 2006

Von Günther Zybell und Eberhard Wagner
(
Guenther.Zybell@Energie-Fakten.de, Lebenslauf) und Eberhard.Wagner@Energie-Fakten.de, )

In den Energie-Fakten ist am 14.3.2002 bereits ein Beitrag "Wie setzen sich die Strompreise zusammen ?" veröffentlicht worden. Die Aussagen dort spiegeln die Verhältnisse der Jahre 2001/2002. In der Zwischenzeit haben sich Stromkosten-Bestandteile verändert, und es sind einschlägige Förder-Gesetze novelliert worden, die in der Regel weitere Mehrkosten mit sich gebracht haben. Die Strompreisentwicklung seit etwa 2001 kann mit dem nun vorgestellten Beitrag nachvollzogen werden.

KurzfassungZybell

Von dem, was die Haushalte für ihren Stromverbrauch bezahlen, entfallen etwas mehr als 20 Prozent auf die Erzeugung der elektrischen Energie und fast 40 Prozent auf den Transport von den Kraftwerken und Windparks zu den Verbrauchszentren sowie auf die Verteilung vor Ort. Dieser Anteil ist so hoch, weil sich elektrische Energie nur über  ständig erforderliche Leitungen transportieren lässt und weil vor allem die örtliche Verteilung über das Niederspannungsnetz (meistens Erdkabel) sehr teuer ist. Rund 40 Prozent ihrer Stromkosten müssen derzeit die Haushalte für Stromsteuer, gesetzliche Aufschläge, Abgaben und Mehrwertsteuer aufwenden.

Für Industriebetriebe ist der durchschnittliche Strompreis niedriger, weil sie Strom unmittelbar auWagners dem Hochspannungsnetz oder Mittelspannungsnetz beziehen, also das teure Niederspannungsnetz nicht in Anspruch nehmen. Folglich haben bei ihnen die Erzeugungs-Kosten einen höheren Anteil. Auch sie müssen Stromsteuer entrichten (meistens aber nur 60 Prozent des Betrages für Haushalte), sowie einen Beitrag zur Förderung der erneuerbaren Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung leisten, jedoch nicht immer in voller Höhe. Der von Industriebetrieben nicht bezahlte Anteil dieser Förderabgaben (etwa wenn diese Betriebe einen großen Strombedarf aufweisen) erhöht das von den übrigen Verbrauchern aufzubringende Abgabevolumen und damit deren Stromrechnung.

Weitere Informationen können Sie der Langfassung entnehmen.
Hier können Sie Kurz- und Langfassung gemeinsam als PDF downloaden (PDF, 212 kB). Dieser Beitrag wurde am 13. Juli 2006 veröffentlicht.

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