Energie-Fakten -> Kernenergie -> Können sich Kernenergie und Regenerative Energien ergänzen?
Veröffentlicht: 29. März 2011.

Können sich Kernenergie und Regenerative Energien ergänzen?

Markus  ZinkVon Markus Zink (Markus.Zink@energie-fakten.de)

Kurzfassung

Im weltweiten Vergleich kann man Deutschland durchaus als Vorreiter in Sachen Klimaschutz bezeichnen. Wie kaum in einem anderen Land wird so stark auf den Ausbau der regenerativen Energieträger für die Stromerzeugung gesetzt. Auch die Gesetzgebung nimmt auf die Entwicklung der „Regenerativen“ Einfluss. Das am 01. April 2000 in Kraft getretene „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) löste das Stromeinspeisungsgesetz von 1991 ab und regelt die Einspeisevergütungen für die Erzeuger aus regenerativen Energiequellen und verpflichtet die Netzbetreiber, die eingespeiste Energie auch abzunehmen. Dieses Gesetz diente vielen weiteren Nationen als Anregung für eigene Gesetzesinitiativen, was die Rolle Deutschlands als Vorreiter verdeutlicht, wenn auch gleich die Förderungen in anderen Ländern moderater ausfallen.

Der Ausbau der regenerativen Energieträger und insbesondere ihr Vorrang bei der Einspeisung führt aber auch dazu, die Rolle der konventionellen Energieträger, also auch die der Kernenergie, neu zu bewerten. Denn zur ohnehin stark schwankenden Nachfrage der elektrischen Energie kommt dann auch ein sehr stark schwankendes Einspeiseangebot hinzu. Die konventionellen Kraftwerke müssen dies dann durch einen optimierten Lastfolgebetrieb ausgleichen, da Speichermöglichkeiten für die elektrische Energie nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Dass die Kernenergie in unserem Energiemix erhalten bleibt und an dieser Regelaufgabe beteiligt wird, ist in Sachen Klimaschutz sehr wichtig, denn die Kernenergie trägt in nicht unerheblichem Maße zur Einsparung von Treibhausgasemissionen bei. So spart beispielsweise der Betrieb der 17 deutschen Kernkraftwerke pro Jahr etwa so viel CO2-Emissionen, wie der deutsche Straßenverkehr erzeugt.

Kernenergie und Regenerative könnten also Hand-in-Hand gehen und gemeinsam zur CO2-Einsparung beitragen. Dieser Artikel soll verdeutlichen, dass dies ein sinnvoller und geeigneter Weg ist und dass es technisch/physikalisch möglich ist, Kernkraftwerke, entgegen einem weit verbreiteten Vorurteil, auch zur Bereitstellung von Regelreserve heranzuziehen und sie im sog. Lastfolgebetrieb zu betreiben.

Weitere Informationen können Sie der Langfassung (pdf, rd. 1 MB) entnehmen.

Hier können Sie die Kurz- und Langfassung zusammen herunterladen (pdf, rd. 1 MB). Dieser Text wurde am 29. März 2011 veröffentlicht.

Ein kostenfreies Programm zur Darstellung und zum Ausdruck von PDF-Dateien und zusätzlichem Browser Plug-In zur On-Line-Darstellung in Ihrem Browser erhalten Sie zum Beispiel unter folgenden Adressen:

Orth

Adobe Deutschland

Adobe International

Siehe auch

Hier können Sie gratis unseren Newsletter bestellen und sich über neue Antworten auf unserer Webseite informieren lassen.