Energie-Fakten -> Archiv -> Beiträge eigener Autoren -> Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen in anderen Ländern

Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen in anderen Ländern

Von Dr. Bernhard Kienzler und Dr. Klaus Gompper
Bernhard.Kienzler@energie-fakten.de, Klaus.Gompper@energie-fakten.de

Kurzfassung

Die Endlagerung in Deutschland wird in einem vorangegangenen Beitrag behandelt; die entsprechenden Konzepte in anderen Ländern werden nachfolgend aufgelistet.

Eine Endlagerung im Wirtsgetein „Steinsalz“ wird in den USA für Abfälle aus der Kernwaffenproduktion durchgeführt. Die besonders langen Halbwertszeiten dieser Abfälle spielen hier eine wichtige Rolle. Eine Anlage ist seit 1999 in Betrieb. Da sich in der Umgebung Rohstofflagerstätten befinden, hat hier die Möglichkeit späterer menschlicher Einwirkungen Bedeutung.

Eine Endlagerung im Wirtsgestein „Granit“ ist in Schweden und in Finnland beabsichtigt. Das Sicherheitskonzept basiert auf einem Kupferbehälter, der gegen das Gestein mit Ton abgedichtet wird. Bei Wasseraufnahme quillt der Ton und verhindert so den weiteren Wasserzutritt. Das Konzept ist weit fortgeschritten und wird gegenwärtig in einem Untertagelabor demonstriert.

Die Endlagerung im Wirtsgestein „Ton“  ist in der Schweiz, in Frankreich und in Belgien vorgesehen. Auch hier spielen die Quelleigenschaften von Ton sowie die hohe Sorptionskapazität dieser Gesteine eine wesentliche Rolle. Forschungsarbeiten untertage sind in diesen Ländern im Gange.

Für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle aus der zivilen Kernenergienutzung im Wirtsgestein „Tuff“ läuft in den USA das Genehmigungsverfahren. Das ausgewählte Gebiet erhält nur wenig Niederschläge (Wüste) und ist  nur dünn besiedelt. Das Endlager soll offen gehalten werden, um eine leichte Rückholbarkeit der Abfälle über einen gewissen Zeitraum zu ermöglichen.

Für die Langzeitsicherheit spielen bei allen Konzepten Mehrbarrierensysteme eine entscheidende Rolle. Zum Nachweis der Langzeitsicherheit sind Extrapolationen beobachteter Phänomene alleine nicht ausreichend. In begleitenden Forschungsarbeiten werden deshalb die in den Barrieren langfristig ablaufenden physikalisch/chemischen Prozesse untersucht und quantifiziert.

Weitere Informationen können Sie der Langfassung entnehmen.
Hier können Sie Kurz- und Langfassung gemeinsam als PDF downloaden (PDF, 36 kB). Dieser Beitrag wurde am 7. Dezember 2006 veröffentlicht.

Ein kostenfreies Programm zur Darstellung und zum Ausdruck von PDF-Dateien und zusätzlichem Browser Plug-In zur On-Line-Darstellung in Ihrem Browser erhalten Sie zum Beispiel unter folgenden Adressen:

Adobe Deutschland

Adobe International

Siehe auch:

Hier können Sie gratis unseren Newsletter bestellen und sich über neue Antworten auf unserer Webseite informieren lassen.