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Dr.-Ing. Klaus KasperDr.-Ing. Klaus Kasper

Herr Dr.-Ing. Klaus Kasper wurde am 30. Mai 1945 in Düsseldorf geboren, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Nach dem Abitur in Düsseldorf und der Bundeswehrzeit, die er als Leutnant der Reserve beendete, nahm er an der RWTH Aachen das Studium des Maschinenbaus auf. Als vertiefende Fachrichtung wählte er Reaktortechnik.

Nach der Promotion mit einem Hochtemperaturreaktor-Thema arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Kernforschungsanlage Jülich (heute FZ Jülich), wo er sich mit vielen Themen der Reaktorsicherheit befasste. Im April 1978 trat er in die Dienste von RWE in Essen ein, wo er eine Reihe von Stationen im Zusammenhang mit der nuklearen und konventionellen Kraftwerkstechnik einschließlich einiger Jahre vor Ort in Kraftwerken durchlief. Im Juli 1989 wurde er zum Prokuristen im Bereich der Energiewirtschaft bei RWE ernannt. In diesem Zusammenhang oblagen ihm auch umfangreiche Koordinierungsaufgaben beim Aufbau der neuen Energiewirtschaft in Ostdeutschland nach dem Fall der Mauer. Zusätzlich zu seinen unmittelbaren berufliche Aufgaben, in deren Rahmen er bis zum Direktor eines Zentralbereichs aufstieg, engagierte sich Herr Kasper auch als Vorsitzender des auf neuer gesetzlicher Grundlage gewählten Sprecherausschusses der Leitenden Angestellten, wo er auch in den Aufsichtsrat der RWE AG als Vertreter der Leitenden gewählt wurde.

Im März 1996 trat Herr Kasper als technisches Vorstandsmitglied bei der Badenwerk AG in Karlsruhe ein mit der Verantwortung für die konventionellen und nuklearen Kraftwerke des Unternehmens. In diese Zeit fielen einmal der Bau und die Inbetriebnahme der 345 MW GuD-Anlage des Badenwerks, die Übernahme der Verantwortung für die Realisierung der neuartigen Müllvergasungsanlage Thermoselect und andererseits die Maßnahmen zur Fusion von Badenwerk und EVS zur EnBW AG.

Herr Kasper war dann ab 1998 der erste Vorstandsvorsitzende deren Spartengesellschaft Erzeugung und wurde ab 1. Mai 1999 in den Vorstand der EnBW Holding berufen. Hier war er für sämtliche Technikbereiche, also Kraftwerke, Netze, Entsorgung und Forschung und Entwicklung zuständig. Ab dem Wintersemester 1998/99 bis einschließlich 2001/02 gab er seine beruflichen Erfahrungen im Rahmen eines Lehrauftrags an der Universität Karlsruhe an die Studenten weiter. Er war bei den Verhandlungen mit der Bundesregierung über die 2001 endgültig unterzeichnete Kernenergievereinbarung einer der vier Vertreter der Energiewirtschaft.

Nach Auffassungsunterschieden über das Vorgehen im Zusammenhang mit einem meldepflichtigen Ereignis im zur EnBW gehörenden Kernkraftwerk Philippsburg II legte Herr Kasper sein Vorstandsamt bei der EnBW nieder und schied mit Wirkung zum 1.1.2002 aus dem Unternehmen aus. Seither ist er im Ruhestand und von Zeit zu Zeit als freier Unternehmensberater tätig.